Schach-Domino-Aufgabe

23. August, 2009

Diese Knobelaufgabe mag ich — weil sie zur Lösung voraussetzt, dass man einen radikal anderen Ansatz an das Problem wählt, als man intuitiv verwendet. Zum ersten mal bin ich im Rahmen der Einführungswoche der Fachschaft darüber gestolpert, wo diese im Rahmen einer kleinen Gruppenarbeit mit Erstsemestern meines Wissens bis heute gestellt wird.

Schachbrett mit entfernten Ecken

Schachbrett mit entfernten Ecken

Gegeben ist ein Schachbrett, dem zwei gegenüberliegende Ecken entfernt wurden, und 31 Dominosteine, die jeweils passgenau auf zwei benachbarte Schachfelder passen. Aufgabe: Lege diese 31 Dominosteine auf das Schachbrett, so dass alle Felder bedeckt sind.

Wer die Lösung nicht kennt, der kann sie unter anderem auf dieser netten und sehr hübsch gemachten Mathe-Seite finden.

Tipp: Die Farbigkeit der Schachfelder spielt bei der Lösung eine entscheidende Rolle.

Das Rätsel wirft aber insbesondere — und das finde ich viel spannender als das eigentliche Problem — die folgenden interessanten Fragen auf:

  • Die Chancen stehen gut, dass man als Informatiker immer mal wieder vor ähnlich komplexen Problemen steht, die nur unter Zuhilfenahme geeigneter alternativer Anschauungen eine elegante Lösung ermöglichen. Doch wie oft erkennen wir das nicht, und verwenden Lösungen, die ungleich umständlicher sind?
  • Welche Strategien kann man verfolgen, um den Problemen der echten Welt eine solche Schachbrettfärbung zu verpassen?
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